4. Rechtstag außerklinische Intensivpflege - Nürnberg

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Der 4. Rechtstag für außerklinische Intensivpflege in Nürnberg sollte ein besonderer werden. Lange wurde geplant und am Programm gefeilt aber am Ende mussten kurzfristig Referenten ersetzt und die Vorträge in Nachtschichten komplett umgeschrieben werden.

Warum? Die Corona-Krise hat Deutschland erreicht und viele waren verunsichert. Auch wir waren uns nicht sicher, ob es richtig ist, die Veranstaltung abzuhalten. Wir haben viel diskutiert, abgewägt und letztendlich entschieden. Entschieden, nicht abzusagen, dafür Hygienemaßnahmen zu erhöhen, Information zu betreiben und eine gesunde Vorsicht walten zu lassen.

Auch haben wir einige Stornierungen erhalten. Aber schlussendlich wurde die Teilnehmerzahl der vergangenen Jahre übertroffen und wir haben viel positives Feedback bekommen. Für die Veranstaltung an sich, dafür nicht abgesagt zu haben, sowie über die aktuell wichtigen Rechtsthemen in der Pflegebranche zu berichten.

Der erste Tag startete mit dem Vortrag von Frau Anja Hoffmann zum Thema „IPReG – Chancen und Risiken aus Sicht der Leistungserbringer“. Ein wichtiges Thema, das gerade den Personenkreis um die außerklinische Intensivpflege aktuell in Atem hält und verunsichert.

Ihr folgte Herr Rößler, der aufgrund der aktuellen Lage eine Nachtschicht einlegte und seinen eigentlich geplanten Vortrag ersetzte, um brandaktuell über das Thema „Der Coronavirus und die arbeitsrechtlichen Folgen“ zu referieren. Es wurde heiß diskutiert, viele Fragen konnten gestellt werden und die Zeit war zu schnell verflogen, so dass Herr Rößler auch in der dann folgenden Mittagspause noch für Gespräche zur Verfügung stand.

Herr Dr. Stegemann referierte im Anschluss über „Aktuelles zur Umsetzung der Bundesrahmenempfehlungen nach § 132a Abs. 1 SGB V in den Bundesländern sowie aktuelle Probleme im Leistungsrecht der häuslichen Krankenpflege“. Auch hier wurden nach anfänglicher Mittagslethargie gezielte Fragen gestellt und sogleich beantwortet.

Zum Tagesabschluss sprach Herr Iffland über das Thema „Vergütungsverhandlungen in der außerklinischen Intensivpflege – Ergebnisse unter Berücksichtigung von AVR & Co.“. Das bittere Los, den letzten Tagespunkt zu referieren, meisterte Herr Iffland professionell mit der Vermittlung von informativen Gesichtspunkten über sein Thema.

Den Abend ließen wir dann beim gemeinsamen Dinner-Buffet ausklingen. Hier konnte man den einen oder anderen etwas besser kennenlernen, Erfahrungen austauschen und interessante Gespräche führen.

Zum Start in den zweiten Tag referierte Herr Venten über „Verfahrensfragen zum BTHG – Antragstellung und die Herausforderungen bei der Leistungsgewährung nach neuem Recht“. Aufgrund seiner langjährigen Praxiserfahrung, konnte Herr Venten einen guten Überblick mit dem einen oder anderen wichtigen Tipp zur Antragsstellung an die Teilnehmer bringen.

Anschließend folgte Frau Schoberth. Sie nahm das Thema Corona noch einmal auf und sprach über neueste Erkenntnisse und referierte im Anschluss zum eigentlichen Thema von Herrn Rößler: „Aktuelle Rechtsprechung – Arbeitsrecht und Pflege“. Auch in diesem Vortrag wurden viele Fragen gestellt und zusammen mit der Referentin und dem Publikum untereinander diskutiert.

Den diesjährigen Schlusspunkt setzte die Podiumsdiskussion mit Vertretern der Krankenkassen, Verbänden und Leistungserbringer. „Was bringt das IPReG für die außerklinische Intensivpflege?“. Im Zuge einiger kurzfristigen Absagen aus Sicht der Kostenträger,  waren wir sehr froh Herrn Arnold von der AOK Plus aus Sachsen als Vertreter der Krankenkassen gewinnen zu können. Die Männerrunde, geleitet von der Anwältin Frau Hoffmann diskutierte über zwei Stunden im Beisein und unter Einbeziehung der anwesenden Teilnehmer über oben besagtes Thema und setze somit einen schönen Veranstaltungsausklang.

An dieser Stelle sagen wir vielen Dank an alle Teilnehmer, Referenten und Aussteller die diese zwei Tage mit uns gemeistert und zu einem tollen Erfolg gemacht haben.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen zum 5. Rechtstag für außerklinische Intensivpflege im Frühjahr 2021.

Bleiben Sie gesund!

 

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